
Bauform, Decke, Saiten und Setup erklärt, dazu fünf Gitarren von 165 bis 330 Euro für den Einstieg.
Die Westerngitarre ist die klassische Begleitgitarre für Lagerfeuer, Band und Songwriter. Für den Einstieg brauchst du kein teures Instrument, aber ein sauber eingestelltes mit gutem Hals und stabilem Bau. Auf dieser Seite erklären wir die wichtigsten Kriterien (Bauform, Decke, Saiten, Setup) und zeigen fünf Gitarren von 165 bis 330 Euro.
Uns ist kein Test der Stiftung Warentest zu Westerngitarren bekannt. Wir stützen uns deshalb auf Herstellerangaben und allgemeine Kaufkriterien und nennen keine Testnoten. Diese Instrumente haben wir nicht selbst gespielt. Mehr Gitarren findest du auf der Startseite von Westerngitarre-Testsieger.de.
| Modell | Eckdaten | Preis* |
|---|---|---|
| Yamaha F310 | Dreadnought · Fichtendecke | 165,00 € |
| Cort AD810 | Dreadnought · Open Pore | 171,00 € |
| Ibanez V | 000/OM · Open Pore | 165,00 € |
| Ibanez PC12MHCE | Grand Concert · Cutaway | 206,80 € |
| Yamaha FG800 | Scalloped Bracing · Anfänger-Klasse | 329,00 € |
Beliebter EinstiegDie Yamaha F310 ist eine klassische Dreadnought-Westerngitarre für Einsteiger und anspruchsvolle Anfänger. Sie hat laut Yamaha eine Fichtendecke, ein Palisander-Griffbrett und Boden und Zargen aus Meranti. Das typische Dreadnought-Design mit flach abfallenden Schultern liefert einen vollen, ausgewogenen Klang.
Fazit: Der bewährte Klassiker für den Einstieg.
Preis-LeistungDie Cort AD810 ist eine Dreadnought-Westerngitarre mit offenporiger Oberfläche (Open Pore) und gilt als beliebter Einsteiger-Klassiker. Die Details zu Hölzern und Zubehör stehen auf der Amazon-Produktseite.
Fazit: Eine solide Alternative zur Yamaha zum ähnlichen Preis.
000/OM-FormDie Ibanez V ist eine Akustikgitarre in der 000/OM-Bauform, die kleiner und handlicher ist als eine Dreadnought. Die Bauform wird gern für Fingerpicking und Begleitung genutzt.
Fazit: Handlicher Korpus für Fingerpicking und kleinere Spieler.
Mit TonabnehmerDie Ibanez PC12MHCE ist eine Grand-Concert-Westerngitarre mit Mahagoni-Korpus, Cutaway für hohe Lagen und einem Ibanez-AEQ-2T-Tonabnehmer mit integriertem Stimmgerät. Offene Mechaniken sollen für Stimmstabilität sorgen. Der Tonabnehmer erlaubt den Anschluss an Verstärker oder PA.
Fazit: Für alle, die später auch auf der Bühne spielen wollen.
Premium-EinstiegDie Yamaha FG800 ist laut Yamaha das Akustikmodell für Gitarrenanfänger, die Wert auf Qualität und guten Klang legen. Das neu entwickelte Scalloped Bracing soll für Stabilität und Klang sorgen. Die schlichte, traditionelle Optik ist an die FG-Serie angelehnt.
Fazit: Der höherwertige Einstieg für alle, die lange Freude haben wollen.
Westerngitarren haben Stahlsaiten und einen schmaleren Hals, Konzertgitarren Nylonsaiten und einen breiteren Hals mit größerem Saitenabstand. Stahlsaiten klingen heller und lauter, sind aber härter für die Fingerkuppen. Für Pop, Rock und Folk ist die Westerngitarre die übliche Wahl, für klassische Musik die Konzertgitarre. Wenn du empfindliche Finger hast, kann der Start auf einer Konzertgitarre angenehmer sein.
Die Decke bestimmt den Klang am meisten. Eine massive Decke aus Fichte oder Zeder schwingt freier und klingt mit der Zeit besser, ist aber teurer. Laminierte Decken sind robuster gegen Klimawechsel und günstig. Für den Einstieg reichen laminierte Decken, wenn der Klang zu dir passt. Prüfe beim Kauf die Angabe des Herstellers und frage im Zweifel nach.
Eine gute Anfängergitarre hat eine niedrige, gleichmäßige Saitenlage (Abstand der Saiten zu den Bünden), saubere Bundenden und stabile Mechaniken. Eine schlecht eingestellte Gitarre macht das Lernen unnötig schwer. Lass sie im Fachhandel einstellen (Setup) oder kaufe dort, wo sie vor dem Versand geprüft wird. Neue Saiten klingen heller und lassen sich leichter greifen.
Erwachsene und Jugendliche ab etwa 12 Jahren spielen meist eine Gitarre in voller Größe (4/4). Für Kinder gibt es kleinere Größen wie 1/2 oder 3/4, die kürzere Hälse haben und leichter zu greifen sind. Achte darauf, dass Arm und Hand das Instrument bequem umfassen können, und prüfe die Mensur (Länge der schwingenden Saite): Eine kürzere Mensur ist angenehmer für kleine Hände.
Ein eingebauter Tonabnehmer (Pickup) mit Vorverstärker erlaubt den Anschluss an einen Verstärker oder an eine PA-Anlage. Für das Spielen zuhause brauchst du ihn nicht. Wer in einer Band oder auf der Bühne spielen möchte, kauft gleich eine Gitarre mit Tonabnehmer, weil nachträglicher Einbau Geld kostet. Ein Stimmgerät im Preamp ist eine praktische Zugabe.
Gebrauchte Gitarren sind oft günstiger und klingen gut eingespielt. Achte auf Risse, Hals-Verzug, Bundabnutzung und die Saitenlage. Wer keinen Fachmann kennt, ist mit einer neuen Anfängergitarre sicherer. Im Fachhandel kannst du Instrumente anspielen und vergleichen; beim Online-Kauf hilft eine Rückgabefrist.
Spiele kurze, regelmäßige Einheiten von 15 bis 20 Minuten statt seltener langer Sitzungen. Beginne mit wenigen Grundakkorden (E, A, D, G, C) und einfachen Songs. Online-Videos, Apps oder ein Lehrer helfen bei Haltung und Technik. Hornhaut bildet sich nach einigen Wochen, bis dahin sind die Fingerspitzen empfindlich.
Wische die Saiten nach dem Spielen mit einem trockenen Tuch ab und lagere die Gitarre im Koffer oder an einem Ständer, nicht an einer Heizung oder in der Sonne. Eine Luftfeuchte zwischen 40 und 60 % ist ideal. Wechsle die Saiten regelmäßig, je nach Spielhäufigkeit alle zwei bis drei Monate.
Entscheide dich zuerst für Bauform und Saitenart. Achte auf Verarbeitung, Hals und Setup. Spiele die Gitarre, wenn möglich, im Laden oder wähle einen Händler mit guter Rückgabe. Ein Anfängerinstrument für 150 bis 200 Euro reicht oft, wenn Verarbeitung und Einstellung stimmen.
Uns ist kein Test der Stiftung Warentest zu Westerngitarren bekannt. Die Angaben auf dieser Seite stammen von den Herstellern.
Eine Dreadnought oder Grand Concert mit niedriger Saitenlage, solider Verarbeitung und Fichtendecke. Beispiele sind Yamaha F310 oder Cort AD810.
Gute Einsteigergitarren gibt es ab etwa 150 bis 200 Euro, höherwertige Modelle wie die Yamaha FG800 kosten rund 330 Euro.
Nur wenn du auf der Bühne oder mit Verstärker spielen möchtest. Für das Spielen zuhause genügt eine akustische Gitarre.
Je nach Spielhäufigkeit alle zwei bis drei Monate, bei häufigem Spielen öfter.
Stahlsaiten drücken in die Fingerspitzen. Mit kurzen Einheiten und regelmäßigem Üben bildet sich nach einigen Wochen Hornhaut.